Die Papiermühle in Duszniki Zdrój in Polen

Die Papiermühle in Duszniki Zdrój in Polen

 

In der Papiermühle in Duszniki Zdrój wird immer noch Papier hergestellt

Unsere Büttner – genau wie ihre Vorgänger seit über vier Jahrhunderten – tauchen ihre Schöpfsiebe in der Bütte und stapeln die so gewonnene Papierschicht zwischen wasseraufsaugenden Filzstoffschichten. So entsteht jeder einzelne Papierbogen.

Historischen Denkmal

Die Papiermühle in Duszniki-Zdrój wurde zum Historischen Denkmal auf Grund der Verordnung des polnischen Präsidenten im Jahre 2011. Ihre Einmaligkeit und ihr Wert auf globaler Ebene verschaffte ihr diese Anerkennung. Damit erkannten die Experten des Instituts für Nationalerbe den Erhaltungswert des Papierwerks an. Ihre Aufmerksamkeit weckte die aktive Tätigkeit der Institution durch die Organisation zahlreicher Kulturveranstaltungen und Workshops. Es finden auch Veranstaltungen statt, bei denen die ehemalige Papierschöpftechnik vorgeführt und bekannt gemacht wird.

UNESCO Weltkulturerbe

Um das Papiermuseum und somit ein Historisches Denkmal für die folgenden Generationen aufrecht zu erhalten, strebt man  an, das Museum von Duszniki-Zdrój zusammen mit einer deutschen und tschechischen Papiermühle auf die Liste des Weltkulturerbe der UNESCO zu setzen. Das ist eine schwierige und langfristigen Prozedur. Dennoch glauben wir, dass sie erfolgreich sein wird.

 

Papiermühle Homburg strebt UNESCO-Weltkulturerbe an

Papiermühle Homburg strebt UNESCO-Weltkulturerbe an

Foto: Krzysztof Jankowski

Drei Papiermühlen streben gemeinsam
die Anerkennung als Weltkulturerbe an

Die Papiermühle Homburg (Deutschland) strebt zuammmn mit  der  Papiermühle in Velke Losiny (Tschechien) und der  Papiermühle in Duszniki-Zdroj (Polen) die Anerkennung zum Weltkulturerbe an.

 

Die Papiermühle in Velke Losiny in Tschechien

Die Papiermühle in Velke Losiny in Tschechien

 

Die Papiermühle in Velke Losiny in Tschechien
Lebendiges Zeugnis einer alten Tradition

Handgeschöpftes Papier

Handgeschöpftes Papier wurde trotz der Flut maschinell gefertigter Papiere, die den Markt überschwemmten, wegen seinen besonderen Eigenschaften zu einem häufig in der Kunst verwendeten Produkt und erlangte durch seine Außergewöhnlichkeit vor allem als Brief- und Umschlagpapier mehr und mehr eine Repräsentationsfunktion.

Manufaktur von Velké Losiny

Die Herstellung von Papier in der Manufaktur von Velké Losiny stellt heute eine einzigartige Technologie dar und ist gleichzeitig Beleg für eine lebendige und mehr als 400 Jahre alte Tradition. Diese wird auch durch das 1987 als Teil der Manufaktur eingerichtete Museum unterstrichen. Museumsbesucher können nicht nur eine Ausstellung zur Geschichte der Papierherstellung und Manufaktur, mit Modellen verschiedener technologischer Anlagen und Zeugnisse der Hexenprozesse besichtigen, die in der Gegend im 17. Jahrhundert stattfanden. (Eines der ersten Opfer war Barbara Göttlicher, die Frau eines Ullersdorfer Papiermachers.) Die Besichtigung umfasst auch einen Besuch der einzelnen Arbeitsstationen, an denen das handgeschöpfte Papier hergestellt wird. Die Besucher haben die Möglichkeit, die Technologie auch selbst auszuprobieren. Es wird eine Aufnahme der Papiermanufaktur in die UNESCO-Weltkulturerbeliste angestrebt.